
Liebe Freundinnen und Freunde von Golden Sunbeams,
die Wetterlaunen am Kap haben uns im Juni ganz schön auf Trab gehalten!
Nach einem regnerisch-nassen Mai brachte der Juni noch einmal sehr heiße Tage mit Temperaturen bis zu 30 Grad – das ist selbst für unsere vom Wetter verwöhnte Region sehr ungewöhnlich.
Ebenfalls ungewöhnlich für diese Jahreszeit war der Ausbruch eines Feuers im Lourensford Wine Estate am Rande des Helderberg Naturreservats, das später außer Kontrolle geriet.

Gefährdete Häuser im Erinvale Golf Estate und im Umkreis von Spanish Farm mussten evakuiert werden.

Ein Rundumblick, der zeigt, wie nah das Feuer an das Erinvale Golf Estate heran kam – was für ein Wunder, dass das gesamte Estate sowie der Golfplatz vom Feuer verschont wurden.
Aber die einzigartige Vegetation nahm großen Schaden, in den Wohngebieten und besonders das Helderberg Naturreservat. Leicht entflammbare Bäume, wie Eukalyptus und Kiefern sowie große Teile des „Fynbos“ brannten ab. Dieser ist endemisch und bedeckt hier in der Kapregion viele Berge, Täler und Küstenebenen. Fynbos besteht zum großen Teil aus Pflanzen, die an ihren harten, lederartigen und meist schmalen Blättern zu erkennen sind. Sie gedeihen auf nährstoffarmen Böden, brauchen nur wenig Wasser und geben wegen ihrer schmalen, harten Blätter den Sonnenstrahlen wenig Verdunstungsfläche.





Viele Menschen waren glücklich, das Feuer ohne großen Schaden überstanden zu haben. Aber leider hatten nicht alle dieses Glück. Für einige wenige war der 11. Juni 2022 äußerst tragisch.
Die Townships und unsere Kindergärten wurden von dieser Katastrophe zum Glück verschont, da sie nicht in der Nähe des Naturreservates liegen.
Auf Hitze und Brände folgte starker Regen: innerhalb von 2 Tagen fielen hier in der Region ca. 70 mm Niederschlag.



Macassar war besonders stark betroffen: hier konnten die Kinder zeitweise nicht zur Schule gehen.
Viele der Südafrikaner verlieren auch angesichts solcher Unglücke oder Katastrophen niemals ihre Gelassenheit und handeln solidarisch, packen an und helfen denjenigen, die am schlimmsten betroffen sind. Auch die Berichterstattung in den Medien ist oft weit entfernt von einem unangenehmen Sensationsjournalismus: im Mittelpunkt der Nachrichten steht der Dank an die vielen Helferinnen und die Zuversicht in die Zukunft. Wir möchten hier auch noch einmal die Gelegenheit nutzen, uns bei all den vielen Helferinnen herzlich zu bedanken.
Wir waren sehr froh, dass wir vor dem starken Regen rechtzeitig drei undichte Dächer unserer Kindergärten abdichten konnten: Bright Future in Asanda Village sowie Small World und EmfundiSweni im Township Nomsamo.
Bei Small World Educare-Center und Bright Future Edu-Care Center haben wir die Dächer teilweise neu gedeckt oder abgedichtet, neue Innendecken eingezogen, die Elektrik erneuert und LED-Lampen installiert.



Was für ein Unterschied: Vorher wurde der Klassenraum bei Small World Edu-Care Center nur durch eine Glühbirne beleuchtet, jetzt ist er hell und freundlich erleuchtet. Auch Kindergartenleiterin Cynthia freut sich, dass sie endlich Licht in ihrem kleinen Büro hat.



Der Babyraum bei Bright Future Edu-Care Center erstrahlt nun auch in neuem Licht. Nachdem wir ein neues Dach installiert haben wurde der Raum ebenfalls isoliert, um so vor Kälte bzw. Hitze zu schützen.
Nach dem starken Regen gab es zum Glück keine großen Hilferufe aus unserer Community und die meisten Gebäude hielten dicht.
Aber bei EmfundiSweni mussten wir mehr als nur nachbessern: Bereits über viele Jahre hatten wir immer wieder Teile des Dachs ausgebessert, mussten nun aber feststellen, dass das nicht mehr ausreicht. Das Gebäude besteht aus vielen unterschiedlichen Containern, die vor ca. 20 Jahren miteinander verbunden wurden. Die alten Dächer über den Containern sind größtenteils falsch ausgerichtet, so dass das Wasser nicht richtig abfließen konnte und sich auf den unterschiedlichen Dächern staute.


That’s why we decided after the heavy rain to re-cover the entire roof, replace the electrical system and Deshalb haben wir uns nach dem starken Regen entschieden, das gesamte Dach neu zu decken, die Elektrik zu erneuern und neue Innendecken einzuziehen. Der Zeitpunkt war geradezu perfekt: Nomalizo’s Vorschulkinder gingen am 24. Juni für zwei Wochen in die Winterschulferien und die Wettervorhersage lautete trocken und sonnig.








Am 2. Juli wurde das Dach fertig – zumindest so weit, dass es nicht mehr hineinregnet. Und nun sind alle damit beschäftigt, die Elektrik zu verlegen, das Dach zu isolieren und die Innendecken einzuziehen.

Das gesamte Team ist auf jeden Fall sehr optimistisch, dass wir alle Räume hell erleuchtet haben, bevor die Vorschulkinder nach den Winterferien wieder in ihre Schule kommen.
An dieser Stelle möchten wir uns bei unseren Freundeninnen, Spenderninnen und Sponsor*innen bedanken für ihre Unterstützung, durch die wir überhaupt erst in der Lage sind, Projekte wie diese zu realisieren.
Und es gibt noch weitere Ereignisse, die uns hier in Südafrika optimistisch stimmen.
Nach dem 21. Juni, dem Tag der Sonnenwende werden die Tage bei uns nun wieder länger und heller – bei euch in Europa wieder kürzer und dunkler… aber ihr habt ja noch den ganzen Sommer vor euch.
Am 22. Juni wurde für ganz Südafrika die Maskenpflicht aufgehoben und alle anderen Beschränkungen gestrichen.
Für heute senden wir herzliche Grüße
Britta & Bernd