Newsletter #30 Suppenküchen – ein Beispiel für Solidarität in den Townships!

Liebe Freundinnen und Freunde von Golden Sunbeams,

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seit Anfang Mai letzten Jahres haben wir häufig die Suppenküchen erwähnt, die von unseren Kindergärtnerinnen betrieben werden und die wir – und damit natürlich auch Ihr – während der Corona-Pandemie unterstützt und gefördert haben. Und auch wenn die Zahlen für Südafrika gerade wieder rückläufig sind, so ist ein Ende der Pandemie noch nicht in Sicht: schon für November/Dezember wird die nächste Welle vorausgesagt.

Lange Warteschlagen bei Lebensmittelausgabestellen und Suppenküchen gehören in den Townships zum Straßenbild. Der Hunger bei den Allerärmsten hat seit Beginn der Pandemie zugenommen. Viele der alteingesessenen Suppenküchen haben die Anzahl ihrer ausgegebenen Mahlzeiten bzw. die Ausgabetage erhöht. Neue Suppenküchen werden von Menschen gegründet, die in der glücklichen Lage sind, sich selbst versorgen zu können und die helfen wollen, das Elend in ihren Townships zu lindern. Auch wenn die meisten von ihnen selber nicht viel haben, so fühlen sie sich doch verantwortlich, denen zu helfen, die noch Ärmer sind.

­Zanele, unsere Kindergartenleiterin von Bright Future Edu-Care Center im Township Asanda Village, ist so ein Mensch. Unterstützt durch Spendengelder hat sie ihre Küche kurzerhand in eine Suppenküche verwandelt.

Seit ein paar Wochen kocht ihre Köchin Grace dienstags und donnerstags für die Mitglieder ihrer Gemeinschaft. Zanele wird mit privaten Spendengeldern unterstützt, damit sie Lebensmittel kaufen kann. Der enorme Zeitaufwand für die Vor- und Zubereitung, die Verteilung der Speisen und den anschließenden Abwasch vollbringt Zanele mit ihrem Team aus reiner Nächstenliebe.

­Bernd Holtkamp bringt die Zutaten für die Suppenküche von Magdalena und ihrem treuen Koch Bobby gerne selber vorbei. ­

­2018 investierten wir in den Umbau einer großen und funktionalen Küche im Kindergarten Bridge Park Edu-Care im Township von Macassar. Dort wurden schon damals über 100 Mahlzeiten pro Tag gekocht und einmal pro Woche in der Gemeinschaft verteilt. Während der Corona-Pandemie ist auch die Zahl der Menschen, die in Macassar Hunger haben, gestiegen. Deshalb bat uns Magdalena Booysen, die Eigentümerin des Kindergartens Bridge Park, vor wenigen Wochen, sie beim Ausbau ihrer Suppenküche zu unterstützen. Auch Magdalena spürte die Not und sah den Hunger in ihrer Gemeinde, und kocht deshalb nun an drei Tagen in der Woche.

Da viele der bedürftigen Menschen alt und immobil sind, verteilt Magdalena die warmen Mahlzeiten nun an drei unterschiedlichen Standorten im Township von Macassar. Magdalena ist ebenfalls ein Mensch, der sich um Andere sorgt und hilft, wo er kann. ­

Bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie betrieben unsere Kindergartenleiterinnen Zelna und Nomalizo jeweils eine Suppenküche. Die beiden haben aber noch eine weitere Gemeinsamkeit: beide bewirtschaften jeweils einen eigenen Gemüsegarten.

Zelnas Gemüsegarten des Kindergartens Kingdom Kids in Sir Lowry’s Pass.

Bei Kingdom Kids Edu-Care Center im Township Sir Lowry’s Pass kochen Zelna und ihre beiden Töchter seit vielen Jahren schon für die Mitglieder ihrer Community. Das selbstangebaute Gemüse wird zu Malzeiten verarbeitet, die an ihre Kindergartenschützlinge und bedürftige Menschen ausgegeben werden.

Sir Lowry’s Pass ist eines der ärmsten Townships der Region. Weil Zelnas Gemüsegarten gleich an einem kleinen Bach liegt, konnten wir mit der Installation einer Pumpe und einer Bewässerungsanlage die Wasserversorgung in der trockenen Jahreszeit deutlich verbessern und damit auch den Ernteertrag erheblich steigern.

­Krasser Gegensatz: Allerschönstes Wetter über den Helderbergen – hungernde Menschen aus dem Township Sir Lowry’s Pass stehen Schlange für eine Suppe.

Zelna hat es zwei engagierten Jungen, die ihr bei ihrer Gartenarbeit geholfen haben, ermöglicht, einen eigenen kleinen Gemüsegarten auf ihrem Grundstück anzulegen. Die Jungs sind sehr stolz, sie lernen die Grundzüge des Gemüseanbaus, Verantwortung zu übernehmen und sich gesund zu ernähren.

Nomalizos Gemüsegarten in der Emfundisweni Pre-School in Nomzamo. ­

­­Nomalizo, die Kindergartenleiterin von Emfundisweni im Township von Nomzamo, betreibt ebenfalls seit langem eine kleine Suppenküche. Sie kocht mit dem Gemüse aus ihrem eigenen Garten und versorgt heute viele Kinder und Bedürftige in ihrer Gemeinde. Ihr Garten hat 2014 von der Regierung die Auszeichnung „Bester Gemüsegarten in einem Township in Südafrika“ erhalten.

­Derzeit installieren wir ein neues Bewässerungssystem mit drei großen Wassertanks und einer Pumpe. Damit wird eine effektivere Bewirtschaftung des Gemüsegartens vor allem in der trockenen Jahreszeit gesichert.

Für eine rundum gesunde Ernährung: Gemüse, Salate und Kräuter soweit das Auge reicht. ­

­­Seit Beginn der Pandemie haben wir mit Spendengeldern dazu beigetragen, den extremen Engpass bei der Versorgung der Kinder aus unseren Kindergärten, ihren Familien, unseren Kindergärtnerinnen und unseren Handwerkern, mit denen uns eine langjährige Zusammenarbeit verbindet, zu überwinden.

Diese Förderungen sind nur möglich, weil ihr uns großzügig und regelmäßig unterstützt. Jede Spende zählt, jeder Mitgliedsbeitrag, jeder Spendenaufruf über facebook, einfach jedes Engagement.

Unser Spendenkonto:
Golden Sunbeams e.V.
Stadt- und Kreissparkasse Darmstadt
IBAN DE54 5085 0150 0023 0186 32
BIC HELADEF1DAS

­Wir alle – die Kinder, unsere Kindergartenleiterinnen und wir – bedanken uns sehr herzlich bei euch, unseren Sponsorinnen, Freundinnen und Bekannten, für eure großartige Unterstützung.

Vielen lieben Dank, bleibt uns gewogen und vor allem: bleibt gesund & munter!

Britta & Bernd